Fallsupervision

Fallsupervision

In der Fallsupervision reflektieren wir Zusammenhänge & erarbeiten Handlungsalternativen

Szenario A:

Sie „springen“ auf die Klientin F. „an“. Auch privat wird dies immer mehr zur Belastung. Durch eine „Kraftfeldanalyse“ schaffen Sie Distanz. Und entwickeln wieder Empathie zu F. Zeichnen auf Flips, „Soziogramme“ mit Figuren haben dabei Spaß gemacht und „Schwere“ genommen. Durch Fachinputs mittels bildgebender Methoden entwickeln Sie Ihre inhaltlich-fachliche Kompetenz.

Szenario B:

Die vier Beraterinnen und Berater sagen es gerade raus: „Es ist zäh! Weniger und weniger: Zeit, Ressourcen. Mehr und mehr: Klientinnen und Klienten.“ In der Supervision erarbeiten Sie neue Beratungsmethoden. Es macht Spaß, diese kreativ zu nutzen. Durch die Abgrenzung zur Organisationsentwicklung geben sie unnötige Verantwortung ab. Komplizierte und emotional ausgetragene Konflikte reduzieren sich. Theoretische Modelle schaffen dazu erkenntnisfördernden Überblick.

Ziele der Fallsupervision

  • Interdisziplinäre Vernetzung und Schnittstellenmanagement
  • Systemische Zusammenhänge erfassen und Methodeneinsatz optimieren
  • Grenzen erkennen, Lösungsansätze finden
  • Gegenübertragungsphänomene erkennen, Auftragsklärung, Umfeldanalysen, Meilensteine und Zieldefinition vornehmen

Terminvereinbarung

Unternehmensberatung – Supervision – Coaching – Psychotherapie

Unternehmensberatung – Supervision – Coaching – Psychotherapie

Worin unterscheiden sich die Methoden?

Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen…

Johann Wolfgang von Goethe

Eine Klientin hat mich auf dieses Zitat hingewiesen. Es hat mich angesprochen, weil es die Lösungs- und Handlungsorientierung aller unterschiedlichen Ansätze des Helfens beschreibt.

Trotz dieses großen gemeinsamen Nenners ist es sehr wesentlich, zwischen den verschiedenen Methoden zu unterscheiden, damit keine ungewollten, schmerzhaften Nebenwirkungen entstehen. Die berufliche Kompetenz professioneller HelferInnen zeigt sich dabei auch darin, wie sie mit Unterschieden umgehen und sie erklären.

Es ist Sache des Auftrags, der persönlichen Zielsetzung und der Ausbildung, welches Setting bzw. welcher Ansatz hilfreicher ist. Experten können dies in einem Vor- oder Erstgespräch herausfinden und darüber aufklären. Es gibt viele Möglichkeiten, die unterschiedlichen Methoden abzugrenzen, ein sehr übersichtliches Modell habe ich bei Herrn Dr. Reményi – siehe Systemisches Institut Wien www.remenyi.at – in einem Seminar kennengelernt – siehe Grafik. Herzlichen Dank für die ausdrückliche Erlaubnis es in diesem Rahmen verwenden zu dürfen!

 

Man sieht dabei, dass die Lebens- und Sozialberatung persönlicher als reine sachorientierte Fachberatung ist.

Unternehmensberatung und Supervision nützen Fachberatung verbunden mit Coaching, das auch Emotionen und Bedürfnisse ausreichend berücksichtigt. Bei der Supervision, Coaching und auf der Lebens- und Sozialberatungsebene ist es wesentlich, die Abgrenzung zu den tieferen Persönlichkeitsebenen zu ziehen.

Psychotherapie spricht unsere Identität an, bietet Seelsorge im Sinne einer Auseinandersetzung mit existenziellen, sinnstiftenden Fragen. Psychotherapie wird auch die Bedürfnisse, Emotionen und die sachorientierte Ebene abdecken müssen. Ein Grund, sich mit tieferen Schichten unseres Selbst auseinanderzusetzen liegt darin, Traumen (seelische Verletzungen) zu bewältigen bzw. mit ihnen leben zu lernen. Sie hindern uns sonst, die Sachebene zu erreichen und kompetent mit den Lebensfragen umzugehen. Passiert dies auf untaugliche Art, erleben wir eine „Retraumatisierung“: Die Verletzung und der damit verbundene Schmerz werden unwillentlich nochmals zugefügt.

Im Modell der „Schichten der Kommunikation“ zeigen die Pfeile eine  Beweglichkeit an, die  für unser geistiges Wohlbefinden wichtig ist. Der Weg „zurück“ wird durch untaugliche Interventionsformen blockiert oder zumindest behindert. Psychotherapie hilft, durchlässiger, aber je nach Notwendigkeit auch nicht zu „tief“ zu gehen.

Nicht jedes Problem fordert Lösungen existenzieller Natur!

Daher ist es wichtig, dass Sie bei ProfessionalistInnen heilender und helfender Berufe immer darauf achten, wie sie die Methoden unterscheiden und wie sie mit der Grenzziehung umgehen. Mitunter kann es schon sehr hilfreich sein, in der Beratung zu erkennen, bei welchen Themen wir blockiert sind und wo nicht, um geeignete Lösungsansätze zu finden. Es ist also nicht zwingend auf tiefe Ebenen zu gehen, um „Schönes mit den Steinen zu bauen“.